Der Planetenweg in Rietberg 2009 - 2012

Der Planetenweg in Rietberg 
2009 - 2012

An der Wanderwegstrecke entlang der Ems ist der Planetenweg mit abstrakten Darstellungen des Sonnensystems entstanden. Der Planetenweg beginnt am Eingang des Bibeldorfes und endet am Eingang der ehemaligen Landesgartenschau. Die Planeten Uranus und Pluto wurden im Jahr 2012 aufgestellt. 

Eröffnet wurde er am Samstag, 10. September 2011 durch Herrn Heinz Hüning (Sparkassenstiftung), Bürgermeister André Kuper, Künstler Angelo Monitillo und Pastor Dietrich Fricke. Fotos der Eröffnung finden Sie unter online unterwww.facebook.com/kunstatelier.monitillo

Für Informationen zu den einzelnen Planeten gehen Sie bitte mit dem Cursor über die einzelnen Bilder: 
(Texte: Christl Linke-Rauscher)


 
Sonne
 
Die Sonne- aktive Lebensspenderin der Erde- ist vom Künstler bewusst offen gestaltet worden. Eine innere Leuchtquelle symbolisiert hier den Austritt der unermüdlichen, gewaltigen solaren Energie in das Weltall.Insbesondere in den Abendstunden bei einbrechender Dunkelheit und des Nachts entfaltet die Skulptur ihre besondere Mythik.
 
 
 
 
 
Merkur
 
Künstler Angelo Monitillo verwendet in vielen Details überraschende Gegenstände, um die mit unzähligen Kratern übersäte Oberfläche des zerbeulten Planeten darzustellen- vom Eierbecher bis zur Zitronenpresse. Der Merkur, in der Mythologie der Nachrichten überbringende, geflügelte Götterbote, besitzt die Kuriosität, die Sonne zweimal hintereinander aufgehen lassen zu können.
 
 
 
 
 
Venus
 
Mythologie und Wissenschaft verknüpfen sich zu einer neuen Einheit, Venus ist nicht länger die Schaumgeborene, die dem Meer entsteigt. Der Planet wird zum Kleid, das die Göttin ablegt und aus dem sie in ihrer vollen Pracht emporschwebt. Menschen und Götter sind ihr gleichermaßen verfallen und werden in Glück aber auch Unglück gestürzt.
 
 
 
 
 
Erde und Mond
 
Kritisch setzt sich Angelo Monitillo mit dem Zustand der Erde auseinander. Untrennbar mit den Mondphasen verbunden ist der Mensch dabei, seine Heimat, seine Welt zu zerstören. Der blaue Planet mit seinen unzählig vielfältigen Lebewesen wird immer wärmer, droht zu sterben. Der Mond, mythologisch die launenhafte Göttin Luna, folgt derweil seinem Rhythmus.
 
 
 
 

Mars

Vom Planeten Mars hat der Künstler die rote Farbe übernommen. Am Herzen aber liegt ihm, die lebenszerstörende Macht des römischen Kriegsgottes Mars zu zeigen. Welche Waffen hat der Mensch in seiner Entwicklung bis in unsere heutige Zeit zu seiner gegenseitigen Vernichtung hergestellt? Das reicht von einfachen Keulen über Schwerter und Schusswaffen bis hin zu Bomben, Minen und Atomraketen. Begleitet wurden diese Auseinandersetzungen von unendlichen Leiden und Krankheiten. Haben Sie schon das Sinnbild der Pest entdeckt: die Ratte? Oder das Gerippe des Todes aus den apokalyptischen Reitern? In römischer Zeit war Mars ein gern gesehener Gast, hat er doch den Römern geholfen, ihr Weltreich zu erobern. Doch nicht nur unter den Menschen, sondern auch unter den Göttern wurde er auch als Prahlhans, Hohlkopf und Macho angesehen. Allerdings hatte er ein Verhältnis sogar mit der Göttin Venus.


 
Jupiter
 
Der Gasplanet gilt als größter Planet in unserem Sonnensystem. Seine Farbigkeit und Struktur bezieht er aus gegenläufigen Bändern atmosphärischer Schichten. Der Beschützer der Erde zeigt in der Monitilloschen Darstellung auch den großen Wirbelsturm in der äquatorialen Ebene. In der Mythologie gilt Jupiter als mächtigster aller Götter.
 
 
 
 
 
Saturn
 
Es sind die ihn umgebenden Ringe, die dem Gasriesen Saturn zu seiner Bekanntheit verhalfen. Der zweitgrößte Planet wird umgeben aus Gesteinsbrocken, die sich nicht zu weiteren Monden formen. Der Gott der Aussaat, des Weines und des Obstes wurde von den Römern so verehrt, dass es ihm zu Ehren am 17. Dezember eigene Feierlichkeiten und Bräuche gab.
 
 
 
 
 
Uranus
 
Der dritte unter den drei Gasriesen wird von starken Winden umweht. Seine Wolken rasen mit 500 Stundenkilometern über die Oberfläche des Planeten. Seine Rotationsachse liegt fast exakt auf seiner Bahnebene. Uranus geht in der Sage als Personifikation des Himmels mit der Naturkraft Erde eine Verbindung ein und ist damit Vater der Titanen und Kyklopen.
 
 
 
 
 
Neptun
 
Sturmumtost mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 2000km/h zieht er seine Bahn. Die Römer sahen in ihm den Gott der Quelle, Flüsse, Seen und der alle Kontinente umspannenden Meere. Deren Verunreinigung durch den Menschen rückt Monitillo in den Mittelpunkt, wütend schleudert Neptun seinen Dreizack aus den Tiefen der Meere gegen die Menschheit.